I. Die Ölschiefernutzung am Beispiel von Estland

Samstag, 20. Mai 2006

Die Ölschiefernutzung am Beispiel Estland

Allgemeine politische und wirtschaftliche Entwicklung in Estland

Estland, die nördlichste der drei baltischen Republiken, liegt an der Ostsee und grenzt im Norden an den Finnischen Meerbusen, im Süden an Lettland und im Osten an Russland.
Das Land, das etwas größer als Dänemark oder Holland ist, zählt aber nur etwa 1,356 Mio. EinwohnerInnen (Tendenz um etwa 0,5% jährlich rückläufig), davon 65% EstInnen, 28% RussInnen und 3% UkrainerInnen. Mit der estnischen Unabhängigkeit im Zuge des Zerfalls der früheren Sowjetunion bekam die starke russischsprachige Minderheit den Status von Nicht-Staatsangehörigen mit eingeschränkten politischen Mitwirkungsrechten. Estland erlangte die staatliche Unabhängigkeit erstmals 1918. Im Rahmen des deutschrussischen Nichtangriffspaktes von 1939 fiel Estland an die Sowjetunion, nach deren Zerfall es im August 1991 wiederum unabhängig wurde.
Estland ist in 15 Landkreise (maakonnad) gegliedert. Regiert werden sie jeweils von einem für fünf Jahre durch die Staatsregierung und die Repräsentanten des Landkreises gewählten Gouverneur. Die Kreise sind nicht souverän, sondern bilden lediglich Verwaltungseinheiten, die der Staatsregierung unterstehen.
Alle estnischen Regierungen waren sich im Bemühen um eine Transformation der überkommenen Planwirtschaft sowie um eine möglichst rasche Integration Estlands in NATO und EU einig. Estland gilt als das progressivste Land des Baltikums hinsichtlich der Einführung der Marktwirtschaft und des Umbaus der wirtschaftlichen Strukturen.
Die Marktreformen in Estland begannen bereits im Zuge der Perestroika, als das baltische Land noch zur Sowjetunion gehörte. Nach dem Erreichen der Unabhängigkeit und der Schaffung einer estnischen Privatisierungsagentur (nach dem Vorbild der deutschen Treuhand) im Jahr 1993 kamen diese Reformen rasch voran. Sämtliche Staatsbetriebe wurden von der Privatisierungsagentur statistisch erfasst, inventarisiert, nach standardisierten Betriebsprofilen bewertet und in internationalen Massenausschreibungen inseriert. Ende 1995 waren bereits 50% der estnischen Wirtschaft in privater Hand. Die neuen Eigentümer sind zumeist Ausländer, weil es in Estland an Inlandskapital mangelt. Am stärksten kamen die Skandinavier zum Zug (Finnen, 35%, Schweden 24%), gefolgt von Russen (6%) und den am baltischen Raum überraschend wenig interessierten Deutschen (2%).
Verbunden mit der massiven Reorientierung des Außenhandels auf die EU (und Finnland sowie Schweden im besonderen) erfolgte im Zuge der Privatisierung ein massiver Strukturwandel, der – noch dramatischer als in den meisten anderen Reformstaaten – den Anteil der Industrie stark verringerte (auf 20% des BIP und 28% der Beschäftigung) und den der Dienstleistungen und des Handels in kurzer Zeit auf 45% bzw. 23% erhöhte.
Estland setzte auch in den Jahren 2002 und 2003 seine Politik der liberalen Marktöffnung fort. 2002 gingen ca. 70% der Exporte in die EU. Estland erwirtschaftete 2002 ein Bruttoinlandsprodukt von etwa 6,8 Mrd. € (2001: 6,2 Mrd. €) – das entspricht etwa dem Betrag, um den das BIP in Österreich im Jahr 2004 gegenüber dem Vorjahr wächst. Die Inflationsrate ging von 5,8% im Jahr 2001 auf 3,6% zurück; für 2003 wird eine Inflation von 3,2% prognostiziert. Die Arbeitslosenrate betrug nach Angaben der Regierung im Jahr 2002 10,3%, im dritten Quartal 2003 9,5%. Der Kurs der Estnischen Krone (EEK) ist im Verhältnis 15,646:1 fest an den Euro gebunden.
Von allen neuen EU-Ländern hat keines die Liberalisierung und Privatisierung seiner Wirtschaft so radikal und konsequent durchgeführt wie Estland. Mit dem Abbau von Subventionen und Handelsschranken ging Estland so weit, dass der Beitritt zur EU für viele wie ein Rückfall in die sowjetische Planwirtschaft wirkt. In Estland wurde, gemäß den Privatisierungsplänen der Regierung, über die politisch ein weitgehender Konsens besteht, praktisch alles veräußert, einschließlich der Energie-, Gas- und Wasserversorgung und der Eisenbahn. Ausgenommen sind zur Zeit nur die Bereiche Bildung und Kultur – allerdings sind die Auswirkungen der Privatisierungstendenzen auch hier deutlich spürbar.

Der estnische Energiesektor im Überblick

Im Jahr 2004 betrug der Primärenergieverbrauch in Estland 216,9 PJ und lag damit ungefähr 2,9% höher als ein Jahr zuvor. Der Primärenergieverbrauch stieg somit langsamer als das Wirtschaftswachstum in Estland, das 2004 6,2% betrug. Im Jahr zuvor war jedoch die umgekehrte Tendenz zu verzeichnen.
Eine Besonderheit Estlands ist der traditionell hohe Anteil von Ölschiefer an der
Energieversorgung. Auch 2004 waren ca. 63% des estnischen Primärenergieverbrauchs auf diesen Energieträger zurückzuführen. Die Gründe sind in dessen hoher Verfügbarkeit und dessen geringen Kosten zu sehen. Gleichzeitig verringert die Ölschiefernutzung die Abhängigkeit von Importen aus anderen Ländern, insbesondere Russland, dem Ursprungsland nahezu der gesamte Erdgasimporte Estlands. Erd- und Flüssiggas machen ca. 12,5% des
Primärenergieverbrauchs, wobei Flüssiggas eine zu vernachlässigende Größe darstellt. Beide Rohstoffe werden ausschließlich importiert. Importiert werden ebenfalls flüssige Energieträger aller Art, die einen Anteil von ca. 13,5% ausmachen. Die wichtigsten Brennstoffe sind hierbei die Vergaserkraftstoffe, die ca. 28% der flüssigen Brennstoffe ausmachen, sowie vor allem Gas und Dieselöl mit einem Anteil von ca. 58% an dieser Gruppe der Energieträger. Als wichtigster nachwachsender Rohstoff ist Holz anzusehen, das zusammen mit Torf – der in Estland als
erneuerbare Energiequelle angesehen wird - auf ca. 10% kommt. Den restlichen Anteil machen Kohle, Koks sowie alle anderen Energieträger aus. Der Anteil von “grüner Energie” ist abgesehen von der Holznutzung sehr gering. Sein Anteil am Bruttoenergieverbauch betrug lediglich 0,4%.
2004 wurden in Estland insgesamt 10.304 GWh Strom erzeugt (+ 1,4%) und 6.326 GWh verbraucht (+5,2%). Der Stromexport hat sich zwischen 2002 und 2004 auf ca. 2150 GWh ungefähr verdoppelt. Es wurde in den vergangenen Jahren ausschließlich nach Russland und Lettland exportiert. Zur Zeit befindet sich eine Unterwasserstromleitung nach Finnland in Planung, die das estnische Stromnetz dann auch mit dem der EU direkt verbinden wird. Die Energiverluste konnten 2004 auf ca. 1.100 GWh verringert werden. Abnehmer des Stroms im Inland ist in erster Linie die Industrie, die 39% des Stroms verbraucht. Weitere wichtige
Abnehmer sind die Landwirtschaft mit 29% und die privaten Haushalte mit 26%, während der Transportsektor nur 2% ausmacht. Der Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung betrug lediglich 0,2%, wobei hierbei vor allem Wind- und Wasserkraft eine Rolle spielen. In diesem Jahr beträgt die Kapazität estnischer Windkraftanlagen ungefähr 30 MW und wird bis zum Jahr 2030 auf ca. 500 MW ansteigen. Es wird geschätzt, dass der Endstromverbrauch im Jahr 2015 7-9 TWh und 15 Jahre später 9-15 TWh betragen wird.


Die energiepolitischen Leitziele in Estland

Der Primärenergieverbrauch soll bis zum Jahr 2010 ungefähr auf dem Niveau des Jahres 2003 bleiben. Gleichzeitig soll der jährliche Anstieg des Stromverbrauchs bis 2010 zwischen 2 und 3,75 Prozent jährlich betragen.
Estland hat das Kyoto-Protokoll ratifiziert und sich damit verpflichtet, seine CO-Emissionen zwischen 2008 und 2012 um 8% zum Vergleichsjahr 1990 zu verringern.
Im Rahmen der Beitrittsverhandlungen zur Europäischen Union hat sich Estland außerdem dazu verpflichtet, den Anteil Erneuerbarer Energien am Bruttoenergieverbrauch bis zum Jahr 2010 auf 5,1% zu erhöhen, was ca. 300-360 GWh entsprechen würde. Zu dem muss bis zum Jahr 2020 der Anteil des aus Kraft-Wärme Kopplungsanlagen gewonnen Stroms bei 20% des Bruttostromverbrauchs liegen. In den gleichen Zusammenhang fällt die Verpflichtung, die alten, nicht den EU-Normen entsprechenden Ölschieferkraftwerke, bis 2016 zu schließen.
Ein weiteres Ziel der estnischen Energiepolitik besteht in einer 35-prozentigen Liberalisierung des Elektrizitätsmarktes bis 2008. Bis zum Jahr 2012 soll dieser dann vollständig liberalisiert werden. Von der Liberalisierung, die den Kunden die Möglichkeit eröffnet, sich ihren Stromanbieter selbst zu suchen, erhofft man sich erster Linie, dass sich der Staat aus der Preisregulierung zurückziehen kann sowie langfristig sinkende Preise.


Maßnahmen zur Erreichung der energiepolitischen Ziele


Anfang dieses Jahres ist eine neue Richtlinie zur Energiebesteuerung in Kraft getreten, die die Nutzung von Biobrennstoffen fördern soll. Während Kohle, Koks und Ölschiefer im Rahmen der Verbrauchssteuer stärker besteuert werden, geht die Entwicklung bei den Biobrennstoffen in entgegen gesetzte Richtung. Nach dem Beschluss der EU Kommission vom 27. Juni 2005 darf Estland die auf biologischer Basis hergestellten Brennstoffe von den Steuern befreien. Dieser Schritt wird insbesondere den Biodieselherstellern neue Perspektiven geben. Des Weiteren
plant die estnische Politik eine weitreichende Steuerreform im Energiesektor bis 2008. Sowohl die Wärmeproduktion als auch die Stromerzeugung sollen dabei in Abhängigkeit vom eingesetzten Energieträger besteuert werden, wobei auch der Stromverbrauch der Steuerpflicht unterliegen soll, nicht aber die Nutzung der Wärme. Die Höhe der Steuern, die auf die einzelnen Energieträger erhoben werden, soll sich nach dem Karbongehalt der selbigen richten.
Der estnische Elektrizitätsmarkt wurde 2004 für juristische Personen geöffnet. Diese Öffnung soll ab 2007 auch für Privatpersonen gelten.
Im privatwirtschaftlichen Bereich hat “Eesti Energia” ein Zertifikatsystem eingeführt, dass dem Käufer von “grünem Strom” versichert, dass ein Teil des Strompreises dem estnischen Umweltfond gespendet wird.
Die unterstützende Regelung für Stromanbieter mit umweltschonenden Produktionsverfahren - für ihren Strom einen bis zu 1,8 Mal höheren Preis als der von dem größten estnischen Stromproduzenten und Netzbetreiber "Eesti Energia” zu verlangen – gilt seit dem Anfang dieses Jahres nicht mehr. Der Strom aus Estland hat seit dem 1. Januar 2005 einen einheitlichen Preis von 5,2 € Cents / kWh.


Energie (Nutzung / Abbau / Vorkommen)

Die größten Energieversorgungsunternehmen des Landes sind das Strom- und Wärmeversorgungsunternehmen Eesti Energia und das Gasversorgungsunternehmen Eesti Gaas.
Die Privatisierung des Energiesektors wurde bereits 1996 in die Wege geleitet, ist allerdings nach einer Reihe von Pannen noch immer nicht abgeschlossen.
Ein wesentlicher Vorteil der estnischen Energiewirtschaft im Vergleich zu Lettland und Litauen besteht darin, dass Estland im Nordosten des Landes über bedeutende Ölschiefervorkommen verfügt.


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Abbildung 13: Ölschiefervorkommen im Nord-Osten von Estland

Etwa 90% der landeseigenen Strom- und Wärmeversorgung können durch die Verbrennung von Ölschiefer in zwei großen Kraftwerken an der russischen Grenze gesichert und dadurch die Abhängigkeit vom mächtigen östlichen Nachbarn, der Russischen Föderation, auf ein Minimum reduziert werden.
Allerdings ist dies zugleich eine wenig effektive, weil kostspielige und extrem umweltbelastende Energiequelle, die in einigen Landesteilen für eine dramatische Umweltverschmutzung verantwortlich ist. Besonders problematisch ist die anhaltende Luftverschmutzung in der Region Ida-Virumaa. Bei der Verbrennung von Ölschiefer entstehen 88% des Gesamtausstoßes an Stickstoff und 95% des Staubs (feste Partikel) in Estland. 60% des verbrannten Ölschiefers bleiben als Aschen zurück, die auf Halden gelagert werden müssen. Hinzu kommt das Problem der Landschaftszerstörung durch den Tagbau, in dem der Ölschiefer gewonnen wird.


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Abbildung 14: Abbau von Ölschiefer

Die EU hat in den Beitrittsverhandlungen mit Estland den Ölschiefer zwar als nationale Energieressource anerkannt, doch müssen die Schadstoffemissionen, die die höchsten im gesamten EU-Bereich sind, bis zum Jahr 2012 auf ein den europäischen Standards bei Effizienz und Schadstoffausstoß entsprechendes Maß reduziert werden. Experten schätzen, dass eine komplette Modernisierung der Großkraftwerke und ihre Ausstattung mit teurer Umwelttechnologie etwa 1 Mrd. US $ kosten würde. Damit aber würden die Energiepreise, die unter dem Druck des IMF bereits um 38% angehoben wurden, weiter steigen.
Allerdings hatte auch die Umstrukturierung der estnischen Wirtschaft nach 1991 zur Folge, dass der Primärenergieverbrauch und damit auch der Einsatz von Ölschiefer bereits stark zurückgegangen ist.
Um die Modernisierung der beiden Ölschieferkraftwerke - die der staatlichen AG Narva Elektrijaamad gehören - zu gewährleisten, wollte die estnische Regierung den amerikanischen Elektrizitätskonzern NRG-Energy, der bereits an einem britischen und vier deutschen Kraftwerken beteiligt ist, mit 49% als strategischen Partner gewinnen. Die Amerikaner waren nicht nur bereit, 55 Mio. US $ als Kaufpreis zu bezahlen, sondern wollten auch 361 Mio. US $ zur Modernisierung der alten Sowjettechnik investieren.
AG Narva Elektrijaamad hielt nicht nur 51% der staatlichen Ölschieferfördergesellschaft Eesti Polevkivi – die beiden Narva-Kraftwerke produzieren auch 90% von Estlands Energiebedarf, wodurch NRG praktisch zum Monopolisten geworden wäre. Als bekannt wurde, dass NRG plante, bis zu 1.200 der insgesamt 2.000 Beschäftigten der beiden Kraftwerke zu entlassen und den Strompreis um 20% zu erhöhen, regte sich erheblicher Widerstand gegen das Projekt. Eine Petition gegen den Verkauf wurde von immerhin 250.000 Esten unterzeichnet.
Kurz vor dem Rücktritt der Mitte-Links-Koalition von Premier Mart Laar im Januar 2002 annulierte das estnische Kabinett den geplanten Verkauf. Gegenwärtig hält die staatliche Holdinggesellschaft Eesti Energia weiterhin 100% der AG Narva Elektrijaamad und der Eesti Polevkivi.
Die estnische Regierung steht vor einem Dilemma – entweder (auch ausländische) Investitionen bei der Modernisierung des Ölschiefersektors zuzulassen und dadurch ein gewisses Marktrisiko einzugehen oder auf Investitionen zu verzichten und sowohl die zukünftige Abhängigkeit von Energieimporten als auch die struktur-, sozial-, regional- und sicherheitspolitischen Probleme durch den Zusammenbruch des Ölschiefersektors in Kauf zu nehmen.
Für Estland wäre eine reale Marktöffnung erst durch die technische Integration des eigenen Energiesystems in den skandinavischen Energieverbund NORDEL möglich. Dazu bedarf es allerdings der Verlegung eines Meereskabels nach Finnland. Das estnische Wirtschaftsministerium schätzt die Investitionen dafür auf etwa 0,8 Mrd. €. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits, es wird allerdings noch einige Jahren dauern, bis Estland auch technisch zum gemeinsamen EU-Markt gehören wird. Zur Zeit sind die Preise für die Kleinverbraucher in Estland noch etwa um 1/3 billiger als in Schweden und Finnland. Doch könnten schon die höheren Umweltauflagen beim EU-Beitritt weitere Preiserhöhungen mit sich bringen.

Folgen für die Umwelt

Eine Eigenart der Energieerzeugung und der Chemieindustrie bildet die auf Ölschiefer basierende Produktion. Im Nord-Osten Estlands ist mit der Gewinnung von Ölschiefer eine Fläche von 10 000 ha verbunden. Zu diesem Zweck mussten und müssen auch weiterhin große Teile des Waldes gerodet werden.


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Abbildung 15: Rodung von großen Waldflächen für den Ölschieferabbau

Mit dem Abbau einer Tonne Ölschiefer werden 20 m3 Wasser auf die Erdoberfläche gepumpt, die viele Schwebestoffe, Sulfate, Carbonate und Chloride beinhalten. Der größte Teil des Tagebauwassers, das gesäubert werden muss, wird vor dem Einfließen in Flüsse mechanisch gereinigt, aber eine wirksame Methode zur Reinigung des Tagebauwassers hat man noch nicht erfunden.
In der Ölschieferchemieindustrie entsteht bei der Bearbeitung einer Tonne gebrauchten Ölschiefers eine halbe Tonne fester Abfälle. Ascheberge, die mehrere Meter hoch sind, bedecken eine Fläche von 250 ha.


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Abbildung 16: Ablagerungen des Abfalls aus der Ölschieferbearbeitung

Das Tropfwasser von Aschebergen beinhaltet reichlich Phenole und belastet die umgebenden Flüsse.
Seit dem Jahr 1996 ist der Anteil von Ölschiefer in der Stromerzeugung von 98% auf 92% gesunken. In geringem Umfang, aber von Jahr zu Jahr immer mehr, werden zur Erzeugung von Strom Torf, Erdgas und schweres Heizöl genutzt. Hydroenergie wird minimal erzeugt. Nach einem langfristigen Entwicklungsplan der Heiz- und Energiewirtschaft ist vorgesehen, den Anteil der erneuerbaren Energiequellen und des Torfes für die Energieerzeugung bis zum Jahr 2013 auf 13% zu steigern (1996 lag deren Anteil bei 9%).

A. Aktuelle Situation am Energiemarkt
B. Die erdölreichsten Länder der Welt
C. Die wichtigsten Erdölförderer weltweit
D. Was ist Ölschiefer
E. Gewinnung und Abbau von Ölschiefer
F. Nutzung von Ölschiefer
G. Vorkommen von Ölschiefer
H. Negative Folgen der Nutzung von Ölschiefer
I. Die Ölschiefernutzung am Beispiel von Estland
J. Ist Ölschiefer eine Alternative der Ölgewinnung
K.Bildschirmpräsentation
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